Pegasus, das Flügelpferd
Die Marke Pegasus gehört zu Europas größter Zweirad-Einkaufsgenossenschaft (ZEG). Wie die Marke Bulls werden Pegasus-Räder für die in Köln sitzende ZEG hergestellt. Die Räder bestechen meist durch besonders günstige Preise, aber leider nicht immer durch Qualität und Exklusivität. Meist sind Pegasus-Bikes sehr schlichte und beliebig auswechselbare Fahrräder. Grundsätzlich richtet sich Pegasus mit seinen Trekking- und Cityrädern an den älteren Radfahrer. Auch für Kinder- und Jugendräder ist Pegasus bekannt.
Schlicht, schlichter, Pegasus
Genauso langweilig und unspektakulär kommen die Elektroräder von Pegasus daher. Die Modellnamen "EBIKE 1" und "EBIKE 2" sind genauso einfallslos wie das Design. Neben diesen beiden E-Bikes bildet das "E-Swing" den Abschluss der Modellpalette von Pegasus. Drei Räder sind nicht die Welt, allerdings beweisen andere Hersteller, dass Qualität statt Quantität auch funktioniert. Die Versprechung, dass "kaum einer erkennt, dass es sich um ein E-Bike handelt" (wie es im Pegasus-Katalog heißt) ist einfach nur falsch! Wer den riesigen Akku hinter dem Sitzrohr nicht auf Anhieb sieht, ist entweder blind oder hat noch nie ein normales Fahrrad gesehen.
Zu früh gefreut
Was älteren Menschen an den drei Pegasus E-Bikes zugute kommt, ist der tiefe Einstieg, der das Auf- und Absteigen zum Kinderspiel macht. Zudem besitzen alle Räder einen Gas-Drehhebel am rechten Handgriff. Zusätzlicher Kniff am "EBIKE 2" sind die zwei Akkus: Die Mehrzahl der Elektrofahrräder besitzt nur einen, dieses Rad hat sogar zwei. Der eine Lithium-Ionen-Akku sitzt hinter dem Sitzrohr, der andere unter dem Gepäckträger. Jeder soll Saft für 50 Kilometer Reichweite haben. Leider haben die zwei nachladbaren Stromquellen auch einen Nachteil: Das Rad wiegt über 31 Kilogramm! Wie bitteschön soll zum Beispiel eine Frau dieses Ungetüm in den Keller hieven - oder in den Zug?
Das "E-Swing" ist bereits für 1399 Euro zu haben, das "EBIKE 2" kostet knapp 2000 Euro.
Die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente auf einen Blick:
- Schlichte, langweilige Optik
- "EBIKE 2" besitzt zwei Akkus, hat also die doppelte Reichweite
- Alle Modelle setzen auf einen Vorderrad-Motor
- Motor ruckelt und ist relativ laut
- Gas-Drehgriff am Lenker, dafür gewöhnungsbedürftiger Schalthebel
- Alle Räder sind sehr schwer, vor allem das "EBIKE 2" mit 31 Kilogramm
- Tiefer Einstieg
- Komponenten (wie z.B. Bremshebel, Lenker, Vorbau, Sattelstütze, usw.) sind billig und oft nicht gut
Meine abschließende Meinung:
Wenn Sie sind ein E-Bike kaufen wollen, dass auch in fünf Jahren noch einwandfrei funktionieren soll und mit dem Sie keinen Ärger haben wollen, dann lassen Sie die Finger von den drei Pegasus-Modellen. Der Vorderrad-Motor ist zwar wegen der Rücktrittbremse nötig, allerdings wird sich in den nächsten Jahren der Mittelmotor von Panasonic durchsetzen, weil er zuverlässig ist. Als günstige Alternative zum teuren Edel-Pedelec kommt Pegasus in Betracht.